Am 8. März findet in Treffelstein die sogenannte „Urwahl“ für das Amt des Bürgermeisters statt; Auf der offiziellen Liste der Wahlvorschläge steht kein Name. Viele Bürger fragen sich deshalb: Wer soll Bürgermeister werden?
Auf Nachfrage erklärt das Landratsamt das besondere Verfahren wie folgt:
„Wird kein Wahlvorschlag für einen Bürgermeisterkandidaten eingereicht bzw. zugelassen, wird die Wahl ohne Bindung an eine vorgeschlagene sich bewerbende Person durchgeführt. Bei der sogenannten echten Mehrheitswahl hat der Wähler die Namen wählbarer Personen handschriftlich auf den Stimmzettel zu schreiben. Erhält dabei keine Person mehr als 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, findet am zweiten Sonntag nach dem Wahltag eine Stichwahl unter den zwei Personen statt, die bei der ersten Wahl die höchsten Stimmenzahlen erhalten haben.“
Konkret bedeutet das: Jede Wählerin und jeder Wähler schreibt selbst einen Namen auf den Stimmzettel. Die Person, deren Name am häufigsten genannt wird, wird anschließend gefragt, ob sie das Amt des Bürgermeisters übernehmen möchte.
Erreicht dabei niemand mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, kommt es zu einer Stichwahl zwischen den beiden Personen mit den meisten Stimmen.
Die besondere Situation beschäftigte auch Treffelsteins amtierenden Bürgermeister Helmut Heumann. Über mehrere Monate hinweg setzte er sich intensiv mit möglichen Kandidaten auseinander. Ziel war es, rechtzeitig einen passenden Nachfolger für das Bürgermeisteramt zu finden.
Lange Zeit blieb jedoch unklar, wer bereit wäre, die Verantwortung zu übernehmen.
Nur zwei Wochen vor der Wahl kam schließlich die Wende: Ein Nachfolger erklärte sich doch noch bereit, für das Amt des Bürgermeisters in Treffelstein zur Verfügung zu stehen.
Damit scheint die Zukunft der Gemeinde gesichert. Für Helmut Heumann fällt nach intensiver Suche ein großer Stein vom Herzen.