Nach dem Messerangriff in einem ICE bei Straßkirchen spricht vieles dafür, dass der mutmaßliche Täter, ein 20-jähriger Syrer, im Zustand eines psychotischen Wahns handelte. Ein vorläufiges Gutachten bescheinigt ihm eine schizophrene Störung, was seine Schuldfähigkeit erheblich einschränken könnte. Der Mann wurde inzwischen in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.
Die Justiz hat den ursprünglichen Untersuchungshaftbefehl in einen Unterbringungsbefehl umgewandelt. Der Verdächtige soll nach bisherigen Erkenntnissen unter Drogeneinfluss gestanden haben und wirkte bereits vor dem Angriff verwirrt. Ihm wird vorgeworfen, am vergangenen Donnerstag vier Fahrgäste in einem ICE angegriffen und verletzt zu haben.
Die Polizei durchsuchte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg die Wohnung des Syrers in Wien, konnte dabei aber keine neuen Hinweise auf das Tatmotiv finden. Die Ermittlungen zu Hintergründen und Ablauf der Tat dauern weiterhin an.
Unter den Opfern des Angriffs befinden sich vier Fahrgäste, von denen drei das Krankenhaus inzwischen verlassen konnten. Eine Person befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung.