Der Hochwasserschutz in Staubing wird Realität. Nach jahrelangen Planungen und Diskussionen sollen die Bauarbeiten Anfang Oktober beginnen. Für viele Anwohner ist das ein wichtiger Schritt, denn sie mussten in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder schwere Überschwemmungen erleben.
Familien hoffen auf mehr Sicherheit
Viele Betroffene verbinden mit dem geplanten Hochwasserschutz die Hoffnung, künftig ohne Angst vor Überschwemmungen leben zu können.
Unterschiedliche Meinungen zum Hochwasserschutz
Über die richtige Lösung wurde lange diskutiert. Während manche eine Absiedelung befürworteten, sprachen sich andere konsequent für den Bau eines Deichs aus. In dieser Woche informierte das Wasserwirtschaftsamt die Bürger über die geplanten Maßnahmen. Nun steht fest: Der Deich wird gebaut.
So soll der Hochwasserschutz umgesetzt werden
Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts werden zunächst am Ortsring Kanäle gebaut. Anschließend werden bestehende Gräben verlegt. Bevor der Deich aufgeschüttet wird, entsteht eine Straßendurchführung, die bei Hochwasser mit mobilen Elementen verschlossen werden kann. Parallel dazu laufen die Planungen für eine Regenwasserleitung.
Der Baustart wurde möglich, nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof im vergangenen Jahr eine Klage des Landesbunds für Vogelschutz abgewiesen hatte. Der Verband hatte andere, aus seiner Sicht naturverträglichere Lösungen gefordert.
Baustart im Oktober
Erste Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen. Deshalb kann im Oktober direkt mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauzeit wird auf rund ein Jahr geschätzt. Die Kosten für den Hochwasserschutz in Staubing belaufen sich auf knapp sechs Millionen Euro.
Für die betroffenen Anwohner bedeutet das vor allem eines: mehr Sicherheit vor künftigen Hochwassern. Damit geht ein langer und umstrittener Weg für den Hochwasserschutz in Staubing in die entscheidende Phase.