Seit Anfang des Jahres stellen wir immer wieder Spendenprojekte aus Ostbayern vor. Doch wie sieht es eigentlich mit der Spendenbereitschaft zum Jahresbeginn aus? Sind die Menschen im Januar und Februar zurückhaltender – oder zeigt sich die Region davon unbeeindruckt?
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Deutschlandweit ist die Spendenbereitschaft zurückgegangen. 2025 wurden rund 4,65 Milliarden Euro für wohltätige Zwecke gespendet. Im Jahr davor waren es noch über 5,11 Milliarden Euro.
Insgesamt sind weniger Menschen in Deutschland bereit gewesen, Geld für den guten Zweck zu geben. Gründe dafür sind unter anderem die wirtschaftliche Unsicherheit und die angespannte finanzielle Lage vieler Haushalte.
Der Deutsche Spendenrat bezeichnet den Dezember sogar als Stabilitätsanker – er hat fast ein Viertel des gesamten Jahresaufkommens an Spenden ausgemacht. Gerade zum Jahresende steigt die Bereitschaft zu helfen also deutlich an.
In Ostbayern engagieren sich die Johanniter in zahlreichen Bereichen – vom Rettungsdienst über den Hausnotruf bis hin zum Johannes Hospiz und dem Hotel Includio. Für einzelne Projekte wie das Hospiz oder das inklusive Hotel werden regelmäßig Spenden gesammelt.
Ein merklicher Rückgang im Januar oder Februar ist bei den genannten Beispielen jedoch nicht zu beobachten. Zumindest in der Region zeigt sich kein deutlicher Einbruch zu Jahresbeginn.
Trotz sinkender Gesamtzahlen bleibt die Bereitschaft zu helfen grundsätzlich vorhanden. Laut Deutschem Spendenrat verlagert sich das Engagement jedoch zunehmend auf Projekte in der eigenen Region – ein Trend, den auch die Gesprächspartner in Ostbayern bestätigen.
Auch die Caritas startet im März wieder ihre Frühjahrssammlung. Spenden sind jedoch das ganze Jahr über willkommen.
Wer direkt vor der eigenen Haustür helfen möchte, findet eine Übersicht regionaler Projekte auf tvaktuell.com/spenden.