Eine mögliche Vollsperrung der Donaubrücke Sinzing hätte weitreichende Folgen für Verkehr, Umwelt und Wirtschaft. Das zeigt eine Modellstudie des ADAC, die fünf sanierungsbedürftige Brücken in Bayern untersucht hat. Dabei wurde simuliert, welche Auswirkungen eine spontane Sperrung auf Autofahrer, Anwohner und Unternehmen hätte.
Sollte die Brücke tatsächlich gesperrt werden müssen, müssten Autos und Lastwagen weite Umwege über die Autobahnen A93 und A6 in Kauf nehmen. Das würde die Fahrzeiten deutlich verlängern – und laut ADAC auch erhebliche Zusatzkosten verursachen. Besonders betroffen wären Pendler und der Güterverkehr.
Ein Beispiel verdeutlicht das Ausmaß: Die Strecke von Neumarkt in der Oberpfalz nach Straubing dauert derzeit rund 73 Minuten. Bei einer Vollsperrung der Donaubrücke würde sich die Fahrzeit um etwa 26 Minuten verlängern – bei Lastwagen sogar noch mehr, so der ADAC.