Auf dem Biohof Gruber in Schöfthal bei Rohr in Niederbayern setzen zwei Schwestern auf ökologische Landwirtschaft und neue Ideen. Marlene und Lucia Gruber haben den traditionsreichen Familienbetrieb auf Bio umgestellt und zusätzliche Standbeine aufgebaut. Der Hof gehört zur Ökomodellregion im Landkreis Kelheim.
Seit rund 300 Jahren befindet sich der Gruberhof in Schöfthal in Familienbesitz. Seit einigen Jahren bewirtschaften Marlene und Lucia den Hof. Vieles in der Landwirtschaft war für die beiden Schwestern zunächst neu. Sie mussten sich einarbeiten und veränderten gleichzeitig die Ausrichtung des Familienbetriebs. Gemeinsam mit ihrem Vater beschäftigten sie sich mit der ökologischen Landwirtschaft und stellten den zuvor konventionell geführten Hof auf Bio um.
Für Marlene und Lucia bedeutet Bio mehr als der Verzicht auf Spritzmittel. Heute setzt der Biohof Gruber auf drei Standbeine: Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Veranstaltungen. Mit ihren Angeboten möchten die Schwestern auch Menschen erreichen, die nur noch wenige Berührungspunkte mit der Landwirtschaft haben. Gleichzeitig wollen sie ihren Ökogedanken weitergeben und zeigen, wie wichtig es ist, der Natur Raum zu geben.
Unterstützung für ihre Ideen erhalten Marlene und Lucia von der Ökomodellregion des Landkreises Kelheim. Deren Managerin Sonja Rieger steht mit den Betrieben im Austausch. Zu den Angeboten gehört unter anderem die Förderung von Öko-Kleinprojekten. Davon konnte auch der Biohof Gruber profitieren. Für die Veranstaltungen auf dem Hof ließen sich die beiden Schwestern unter anderem Stühle, Tische und Geschirr fördern.
Das Jahr 2026 steht im Zeichen der Frauen in der Landwirtschaft. Auf dem Biohof Gruber zeigt sich, wie zwei Schwestern einen seit Jahrhunderten bestehenden Familienbetrieb weiterentwickeln: mit ökologischer Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Veranstaltungen und neuen Ideen für den traditionsreichen Hof in Schöfthal.