Insolvenzen, Übernahmen und das viel diskutierte Brauereisterben – Themen, die aktuell auch in der Region für große Unruhe sorgen. Besonders betroffen sind kleine Traditionsbrauereien mit langer Geschichte.
Die Insolvenz der Rötzer Genossenschaftsbrauerei im vergangenen Herbst traf viele Menschen in der Region hart. Über mehr als ein Jahrhundert war die Braustätte ein echtes Aushängeschild. Entsprechend groß war die Sorge: Ist das das endgültige Aus nach über hundert Jahren Brautradition?
Mit der Insolvenz stand plötzlich die Zukunft der Brauerei in Rötz auf der Kippe. Schnell stellte sich die entscheidende Frage: Geht es weiter – und wenn ja, wie?
Die Unsicherheit war groß, denn die Brauerei ist tief in der Region verwurzelt. Viele hofften auf eine Lösung, die den Standort erhält.
Mitte Dezember gab es schließlich noch einen Hoffnungsschimmer: Die Eberls waren die letzten verbliebenen Interessenten.
Eigentlich betreibt die Familie einen Getränkefachhandel in Stamsried. Doch Anton Eberl bringt zusätzlich das nötige Fachwissen mit – er ist Braumeister und hat bereits in zahlreichen Brauereien gearbeitet.
Trotz seiner Erfahrung fiel ihm die Entscheidung nicht leicht. Die Übernahme einer insolventen Traditionsbrauerei ist ein großer Schritt – wirtschaftlich wie persönlich.
Seit dem 1. Februar steht fest: Anton Eberl übernimmt.
Der Start verlief zunächst holprig. Doch inzwischen läuft die Produktion langsam wieder an.