Rund zwei Wochen nach der Verurteilung von Joachim Wolbergs zu einer Haftstrafe gibt es weiter Reaktionen auf das Urteil. Neben der angekündigten Revision durch Wolbergs und seinen Anwalt erhält der ehemalige Regensburger Oberbürgermeister nun auch Unterstützung von Fraktion und Verein „Brücke – Ideen verbinden Menschen“
Brücke kritisiert Strafmaß
Die Brücke hat nach dem Urteil eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin bezeichnet die Fraktion das Strafmaß von zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung als unangemessen hart.
Nach Angaben der Brücke wolle man Joachim Wolbergs weiterhin unterstützen und ihn dabei begleiten, den weiteren Rechtsweg auszuschöpfen.
Keine personellen Änderungen geplant
Solange das Urteil nicht rechtskräftig sei, sehe die Regensburger Brücke keinen Anlass für Veränderungen innerhalb der Fraktion oder des Vereinsvorstands.
Damit bleibt Joachim Wolbergs weiterhin Teil der politischen Strukturen der von ihm gegründeten Gruppierung.
Kritik am Verfahren in München
In ihrer Stellungnahme nennt die Brücke zudem mehrere Punkte des Verfahrens in München, die aus Sicht von Fraktion und Verein nicht nachvollziehbar seien.
Diese Aspekte, zum Beispiel die Kürze der Beweisaufnahme im Vergleich zur Strafkammer unter Richterin Escher (die das Urteil im ersten Prozess gegen Wolbergs in Regensburg gesprochen hatte), hätten laut Brücke für Verwunderung gesorgt und würden aus ihrer Sicht Anlass zur Hoffnung für die angekündigte Revision geben.
Joachim Wolbergs hatte die Brücke im Jahr 2019 gegründet – kurz vor seinem Ausscheiden aus der SPD.