Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat dramatische Folgen für die Tierwelt. Vor allem Mauersegler und Schwalben leiden unter den extremen Temperaturen. In der Vogelauffangstation Regenstauf mussten die Helfer deshalb erstmals einen Aufnahmestopp verhängen.
Über 200 Tiere an einem Tag
Am vergangenen Wochenende wurden an nur einem einzigen Tag mehr als 200 hilfsbedürftige Vögel in die Auffangstation gebracht. Vor allem Mauersegler und Schwalben mussten versorgt werden. Das Team des LBV arbeitet seit Tagen am Limit.
„Wir füttern ununterbrochen. Es geht nicht mehr“, sagt Ferdinand Beer, fachlicher Leiter der Vogelauffangstation.
Überhitzte Nester werden zur Gefahr
Die Brutplätze der Gebäudebrüter befinden sich häufig unter Dächern oder in Gebäudenischen. Dort stiegen die Temperaturen während der Hitzewelle auf bis zu 60 Grad. Um der lebensgefährlichen Hitze zu entkommen, springen viele noch nicht flugfähige Jungvögel aus ihren Nestern. Am Boden sind sie jedoch auf Hilfe angewiesen.
LBV bittet um Unterstützung
Wegen der außergewöhnlich hohen Zahl an Fundtieren bittet der LBV, aufgefundene Jungvögel nach Möglichkeit zunächst selbst zu versorgen. Hinweise zur richtigen Erstversorgung und weitere Informationen gibt es bei der Wildvogelhilfe.