Für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, gibt es in Regensburg und der Region zu wenige Schutzplätze. Das Autonome Frauenhaus Regensburg will deshalb ein zweites Frauenhaus schaffen. Ein passendes Gebäude ist bereits gekauft – nun steht der umfangreiche Umbau an.
Seit 1980 nimmt das Autonome Frauenhaus Regensburg Frauen und Kinder auf, die von Gewalt betroffen sind. Doch die vorhandenen Plätze reichen bei Weitem nicht aus.
Im vergangenen Jahr gab es 153 Platzanfragen. Nur 36 Frauen und Kinder konnten aufgenommen werden. Gleichzeitig steigt der Bedarf an sicheren Zufluchtsorten weiter.
Der Verein „Frauen helfen Frauen“ sucht deshalb bereits seit fast 20 Jahren nach einer eigenen Immobilie für ein weiteres Frauenhaus.
Im Herbst 2025 gelang schließlich der entscheidende Schritt: Der Verein fand ein passendes Haus und konnte das Gebäude dank zahlreicher Spenden und Unterstützer kaufen.
Damit ist die Grundlage für ein zweites Frauenhaus in Regensburg geschaffen.
Bevor Frauen und Kinder dort Schutz finden können, muss das Gebäude umfangreich umgebaut werden. Unter anderem sind besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig.
Außerdem braucht das Haus Küchen, Bäder und Spielräume für Kinder. Auch die Barrierefreiheit spielt beim Umbau eine wichtige Rolle.
Nach aktuellen Schätzungen werden die Arbeiten knapp 1,3 Millionen Euro kosten.
Für den Umbau ist der Verein „Frauen helfen Frauen“ deshalb erneut auf Unterstützung angewiesen. Mit weiteren Spenden soll das Gebäude so ausgestattet werden, dass dort zusätzliche Schutzplätze für Frauen und Kinder in Regensburg entstehen können.
Das zweite Frauenhaus soll damit einen weiteren sicheren Zufluchtsort für Menschen schaffen, die vor häuslicher Gewalt fliehen. Läuft alles nach Plan, dann soll das zweite Schutzhaus Ende 2027 oder Anfang 2028 bezugsbereit sein.