Niedrigwasser auf der Donau sorgt derzeit für Stillstand in der Schifffahrt zwischen Regensburg und Passau. Am Dienstag lag der Pegel an der Messstelle im niederbayerischen Pfelling bei nur 2,06 Metern. Für die Schifffahrt wären rund 2,60 Meter nötig, damit die Schiffe einigermaßen fahren können. Die Auswirkungen sind auch im Bayernhafen Regensburg deutlich zu sehen.
Das Hafenbecken im Regensburger Westhafen ist leer. An den Kaimauern werden keine Schiffe be- oder entladen. Auch weiter östlich gibt es derzeit keinen regulären Schiffsbetrieb. Die Schiffe liegen stattdessen an der Kaimauer fest. Grund dafür ist das Niedrigwasser auf der Donau. Zwischen Regensburg und Passau ist die Schifffahrt derzeit stark eingeschränkt. Der Pegelstand an der Messstelle in Pfelling ist dabei entscheidend für die Binnenschifffahrt.
Im vergangenen Jahr wurden im Bayernhafen rund 2,57 Millionen Tonnen Güter und Waren per Schiff und Bahn umgeschlagen. Mit niedrigen Wasserständen auf der Donau habe man immer wieder zu kämpfen, erklärt Klaus Hohberger. In diesem Jahr sei die Situation allerdings besonders extrem.
Zusätzlich zum Niedrigwasser kommt ein weiteres Problem hinzu: Die Bahnstrecke von Obertraubling nach Passau wird generalsaniert. Damit ist neben der Schifffahrt auch eine wichtige Bahnverbindung für den Güterverkehr betroffen.
Das Bayerische Innenministerium hatte am Montag angekündigt, das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen vorübergehend aufzuheben. Eine wirkliche Lösung für die schwierige Situation sei das laut Klaus Hohberger allerdings nicht. Niedrige Pegelstände auf der Donau kommen immer wieder vor. In diesem Jahr sei die Lage jedoch besonders extrem. Für den Bayernhafen bleibt damit vor allem die Hoffnung, dass sich solche Extremsituationen künftig nicht häufen.