Fr., 24.07.2026 , 17:33 Uhr

Regensburg: Wut und Trauer nach tödlichem Messerangriff - weitere Details bekannt

Nach dem tödlichen Messerangriff in einer Bankfiliale in Regensburg haben Polizei und Staatsanwaltschaft neue Einzelheiten zu den Ermittlungen bekannt gegeben. Der 20-jährige Tatverdächtige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt wegen Mordes sowie eines versuchten Raubdelikts.

Pressekonferenz zum aktuellen Ermittlungsstand

Am Freitag (24.07.2026) informierten das Polizeipräsidium Oberpfalz und die Staatsanwaltschaft Regensburg im Rahmen einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Auf dem Podium standen Polizeivizepräsident Erwin Frankl, Staatsanwalt Thomas Schug sowie der Leiter der Kriminalpolizei Regensburg, Robert Fuchs.

Tatverdächtiger zog sich nach Angriff zurück

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Gewalttat am Donnerstag (23.07.2026) gegen 14:50 Uhr in einer Bankfiliale im Rennweg. Ein 20-jähriger Tatverdächtiger verletzte einen Mann mit einem Messer schwer. Unmittelbar nach der Tat zog sich der Mann in einen Raum innerhalb des Gebäudes zurück.

Zeitgleich brachten sich zwei weitere Personen in einem anderen Bereich der Bank in Sicherheit.

Verletzter über Fenster gerettet

Bereits um 14:54 Uhr trafen die ersten Polizeistreifen am Tatort ein. Wenige Minuten später, gegen 15:00 Uhr, gelang es den Einsatzkräften, den schwer verletzten Mann über ein Fenster aus der Bankfiliale zu retten. Er wurde dem Rettungsdienst übergeben und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Regensburger Krankenhaus gebracht. Dort erlag er trotz medizinischer Behandlung seinen Verletzungen.

Mehrere Menschen unverletzt in Sicherheit gebracht

Ebenfalls gegen 15:00 Uhr konnten ein Ehepaar mit seinem Kind, das sich als Kunden in der Bank befand, sowie ein Kundenberater unverletzt aus dem Gebäude gebracht werden. Auch die beiden Personen, die sich zuvor in einem Raum der Bank in Sicherheit gebracht hatten, konnten im weiteren Einsatzverlauf unverletzt evakuiert werden.

Spezialkräfte nehmen Tatverdächtigen fest

Da sich der Tatverdächtige weiterhin im Gebäude aufhielt, sperrte die Polizei den Bereich rund um die Bankfiliale weiträumig ab. Spezialkräfte wurden hinzugezogen und nahmen den 20-Jährigen schließlich um 17:43 Uhr im Gebäude widerstandslos fest. Der Mann blieb dabei unverletzt.

Haftbefehl wegen Mordes

Der 20-Jährige wurde am 24.07.2026 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg einem Haftrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Der Tatverdächtige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Kriminalpolizei Regensburg führt die Ermittlungen wegen Mordes sowie eines versuchten Raubdelikts in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg fort.

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