Eine Tischdecke der ehemaligen Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) aus den frühen 1930er Jahren ist das neueste Ausstellungsstück im Haus der Bayerischen Geschichte. Der Fund gilt als echte Sensation – nicht nur wegen seines Alters, sondern auch wegen der Geschichte, die damit verbunden ist.
Die Tischdecke gehörte dem früheren KPD-Mitglied Alfons Streck aus Willmering im Landkreis Cham. Später wurde Streck Bürgermeister – allerdings für die CSU.
Fast ein Jahrhundert lang blieb die Tischdecke erhalten. Entdeckt wurde sie von seinem Enkel Helmut Holzer, der sie auf dem Dachboden fand. Damit tauchte ein Stück regionaler Geschichte wieder auf, das eng mit den politischen Umbrüchen der 1930er Jahre verknüpft ist.
Nach dem Fund setzte sich der Journalist Thomas Muggenthaler intensiv mit der Geschichte von Alfons Streck auseinander. Dabei rückte nicht nur die Person Streck in den Mittelpunkt, sondern auch dessen politischer Weg vom KPD-Mitglied zum späteren CSU-Bürgermeister.
Heute ist die Tischdecke ein bedeutendes Ausstellungsstück im Haus der Bayerischen Geschichte. Sie gilt als Beweis für den Widerstand gegen die Nationalsozialisten im Landkreis Cham und steht zugleich für den politischen Mut von Alfons Streck aus Willmering.