In Regensburg zeigen sich derzeit deutliche Gegensätze in der Schullandschaft: Während eine Grundschule möglicherweise zu klein wird, steht eine andere, weiterführende Schule vor dem Aus.
Ein Schulsprengel ist ein festgelegtes Einzugsgebiet, das einer bestimmten Schule – etwa einer Grundschule – zugeordnet ist. Kinder besuchen in der Regel die Schule, in deren Sprengel sie wohnen. In Regensburg könnte dieses Prinzip jedoch ins Wanken geraten.
Seit 2020 gibt es die Kreuzschule im alten Stadion in der Prüfeninger Straße. Die Schule ist für 500 Schüler ausgelegt. Medienberichten zufolge könnten zum neuen Schuljahr im September jedoch rund 570 Kinder die Einrichtung besuchen.
Kritik kommt aus dem Umfeld der Schule: Das Dörnberg-Viertel sei in den Planungen nicht berücksichtigt worden. Dem widerspricht die Regensburger Bildungsreferentin. Sie betont, dass es sich bei den aktuellen Zahlen lediglich um eine Schätzung handle, die sich noch verändern könne.
Das Staatliche Schulamt weist den Familien letztlich die passende Schule zu. Damit liegt die Entscheidung über die tatsächliche Verteilung der Schüler nicht allein bei der Stadt.
Eine ganz andere Entwicklung zeigt sich bei der BOS Wirtschaft im Sankt-Peters-Weg. Dort sinken die Schülerzahlen deutlich – so stark, dass die Schule nun geschlossen werden soll.
Das bayerische Kultusministerium hat für diese Pläne bereits Zustimmung signalisiert, benötigt jedoch noch eine politische Entscheidung. Der Bildungsausschuss hat sich bereits dafür ausgesprochen, nun muss noch der Stadtrat endgültig entscheiden.
Für die betroffenen Schüler und Lehrkräfte soll es an der FOS BOS weitergehen.
Die Situation verdeutlicht die unterschiedlichen Entwicklungen: Während die eine Schule möglicherweise zu klein wird, fehlt es der anderen an Schülern. Entsprechende Lösungen liegen auf dem Tisch und sollen umgesetzt werden.