Genau zehn Jahre ist es her, dass sich Deutschland und Europa einer der größten Flüchtlingskrisen des 21. Jahrhunderts gegenübersahen. Der Satz „Wir schaffen das“ von Angela Merkel wurde zum Symbol dieser Zeit – auch in Regensburg prägte er das gesellschaftliche Klima. Auf dem Campus der Universität Regensburg und der OTH Regensburg entstand damals eine starke Willkommenskultur. Aus dem Wunsch, Geflüchteten konkret zu helfen, wurde der Verein CampusAsyl gegründet.
Initiiert wurde CampusAsyl von Hermann Josef Eckl und Prof. Dr. Rupert Hochholzer, die sich 2015 einig waren, helfen zu wollen. Die Idee fand bei den Studierenden in Regensburg schnell großen Anklang. Aus ersten ehrenamtlichen Initiativen entwickelte sich im Laufe der Jahre ein fest verankerter Verein, der inzwischen weit über den Campus hinaus wirkt.
Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums wurde die Arbeit von CampusAsyl erneut gewürdigt – auch Autor und Festredner Hasnain Kazim zollte dem Engagement Anerkennung. Er hob hervor, wie wichtig das ehrenamtliche Miteinander in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen bleibt.
Trotz des Jubiläums blickt der Verein mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland stellt CampusAsyl erneut vor große Herausforderungen. Doch die Grundhaltung der Gründer und Unterstützer bleibt unverändert: Solidarität und Hilfsbereitschaft sollen auch in den kommenden Jahren das Handeln prägen.