Das Universitätsklinikum Regensburg ist erstmals in eine finanzielle Schieflage geraten. Für das Jahr 2025 steht ein Minus von 13,7 Millionen Euro. Der Vorstand bezeichnet die Lage als ernst, aber keinesfalls hoffnungslos.
Defizit am Uniklinikum Regensburg
Das Universitätsklinikum Regensburg hat 2025 ein Defizit von 13,7 Millionen Euro verzeichnet. Zum Vergleich: Im Durchschnitt lag das Minus deutscher Universitätskliniken bei 30 Millionen Euro.
Damit steht das Uniklinikum Regensburg zwar vor finanziellen Problemen, schneidet aber besser ab als viele andere Universitätskliniken in Deutschland.
Mehr Personal seit 2019
Die Zahl der Vollkräfte am Uniklinikum Regensburg ist deutlich gestiegen. 2019 waren es noch 3.600 Vollkräfte, bis 2025 erhöhte sich die Zahl auf 4.030.
Nach Angaben des Vorstands wurde das langsame Wachstum nach der Corona-Pandemie unterschätzt. Auch die zunehmende Ambulantisierung und gestiegene Sachkosten gehören zu den Gründen für das Defizit.
Rund 40 Arztstellen sollen wegfallen
Eine radikale Streichung von Arztstellen oder ganzen Abteilungen soll es am Universitätsklinikum Regensburg nicht geben.
Von insgesamt 700 Arztstellen sollen voraussichtlich rund 40 Stellen wegfallen. Diese Stellen werden nicht aktiv gestrichen, sondern nach dem Ausscheiden von Beschäftigten nicht wiederbesetzt.
Verantwortliche wollen Klinikum stabilisieren
Nicht nur das Uniklinikum Regensburg kämpft mit der aktuellen finanziellen Situation. Auch andere Universitätskliniken stehen unter wirtschaftlichem Druck.
Die Verantwortlichen sind dennoch überzeugt, das Klinikum wieder auf Kurs zu bringen.