Die Brauerei Schneider Weisse aus Kelheim hat bekannt gegeben, künftig die Markenrechte an den Bieren Bischofshof und Weltenburger zu übernehmen. Damit endet eine lange Brautradition am Standort Regensburg, denn die Bischofshof-Brauerei wird bis Ende 2026 vollständig aufgelöst.
Noch wird in Regensburg Bischofshof-Bier gebraut – doch das soll sich bald ändern. Ab 2027 soll das Bier in Kelheim produziert werden. Die Brauerei in Weltenburg bleibt hingegen bestehen und soll weitergeführt werden.
In einer Pressemitteilung betonte der Regensburger Bischof, wie wichtig der Erhalt von Arbeitsplätzen sei:
„Neben dem Traditionsaspekt ist für uns ganz zentral, dass wir durch den Erhalt der Braustätte im Kloster Weltenburg sowie der Logistikabteilung von Bischofshof zumindest einen Teil der Arbeitsplätze direkt in der Region halten können.“
Till Hedrich, Geschäftsführer von Bischofshof und Weltenburger, nannte den rückläufigen Bierabsatz in Deutschland als Grund für diesen Schritt:
„Allein in den letzten zehn Jahren hat die Branche knapp 14 Millionen Hektoliter und damit knapp 14 Prozent ihres Absatzes verloren … Und der Trend ist ungebrochen.“
Georg der VII. Schneider, Geschäftsführer von Schneider Weisse, sieht in der Übernahme eine große Chance für alle Marken:
„So schaffen wir ein sich perfekt ergänzendes Bierangebot voller Geschichte und Traditionen, das es weltweit kein zweites Mal aus einer Hand gibt. Am Markt ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal und mit den entstehenden Synergien von Einkauf über Herstellung bis Vertrieb sind wir für die aktuellen Herausforderungen bestens aufgestellt.“