Bei einer Tagung des Bistums Regensburg ging es in dieser Woche in Regensburg um das Thema „Krieg und Frieden“. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, weitere Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft sowie ehemalige und aktuelle Mitglieder der Bundeswehr sprachen über aktuelle Krisen, hybride Bedrohungen und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.
Zu der Veranstaltung hatte das Bistum Regensburg eingeladen. Besprochen wurden die Sicherheitslage in Deutschland sowie Bedrohungen von außen und innen. Die Tagung war in drei Panels eingeteilt: „Frieden“, „Krise“ und „Krieg“. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Abschreckung. Außerdem ging es darum, wie die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden können.
Am Abend war General a.d. Klaus Dieter Naumann Festredner beim Medienempfang des Bistums. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr fand deutliche Worte. Er sagt, in Deutschland sei die Bedrohung durch Russland lange Zeit nicht ernst genommen worden. Gleich zu Beginn seiner Rede hatte er deutliche Worte zum Thema Krieg gefunden.
Naumann bezog sich auf eine Rede, die Russlands Machthaber Vladimir Putin 2007 bei der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten hat. Putin kritisierte darin unter anderem die Raketenabwehrsysteme in Polen und Tschechien und die NATO-Osterweiterung. Statt auf Entschlossenheit gegenüber Russland zu setzen, habe Europa das nicht getan. Laut Naumann ein Fehler, der sich nicht wiederholen dürfe. In seiner Rede war auch eine sehr deutliche Kritik an der damaligen Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel zu hören.