Ein kompletter Stromausfall mitten im Klinikalltag: Im Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg wurde genau dieses Szenario bei einer Katastrophenschutz-Übung getestet. Von 8 bis 18 Uhr lief der Betrieb ausschließlich über Notstrom – mit dem Ziel, für den Ernstfall gerüstet zu sein.
Punkt 8 Uhr begann die Übung: Lichter flackerten, Geräte gingen aus, Bildschirme wurden schwarz. Was sonst ein Ausnahmezustand wäre, wurde bewusst herbeigeführt. Das Krankenhaus St. Josef stellte seinen gesamten Betrieb auf Notstrombetrieb um.
Innerhalb von Sekunden sprangen zwei Notstromaggregate mit je 400 Kilowatt Leistung an. Sie versorgten alle wichtigen Bereiche zuverlässig mit Energie. Der Klinikbetrieb blieb stabil: Intensivstation, Operationssäle, Normalstationen und die Geburtshilfe arbeiteten planmäßig weiter.
Die beiden Notstromaggregate sind das Herzstück der Stromversorgung im Notfall. Sie sorgen dafür, dass im Caritas-Krankenhaus St. Josef auch bei einem Stromausfall keine lebenswichtigen Systeme ausfallen.
„Der Notstrombetrieb sowie die internen Abläufe haben zuverlässig funktioniert. Wir sind sehr zufrieden, wie alles gelaufen ist“, sagt Prof. Dr. Sylvia Pemmerl, Geschäftsleitung und Medizinisch-Ärztliche Direktorin in St. Josef.
Gleichzeitig wurden auch kleinere Schwachstellen sichtbar. Diese sollen nun ausgewertet werden, um Abläufe weiter zu verbessern und die Sicherheit im Krankenhaus St. Josef in Regensburg weiter zu erhöhen.
Für eine möglichst realistische Übung nahm das Krankenhaus St. Josef gezielt Einschränkungen in Kauf. An den Patientenbetten standen keine Steckdosen zur Verfügung, das Essensangebot war reduziert. Geplante Operationen und Untersuchungen wurden an diesem Tag verschoben.
Trotz dieser Einschränkungen blieb die medizinische Versorgung jederzeit gesichert. Lebenswichtige Geräte sind mehrfach abgesichert, sodass Patientinnen und Patienten auch im Stromausfall geschützt sind.
„Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten hat immer oberste Priorität“, betont Prof. Dr. Sylvia Pemmerl. Die regelmäßigen Katastrophenschutz-Übungen im Krankenhaus St. Josef seien entscheidend, um auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig zu bleiben.
Das Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg führt solche Übungen im Schnitt einmal pro Jahr durch und plant dies auch künftig fortzusetzen. Ziel bleibt, für einen möglichen Stromausfall oder andere Krisensituationen bestmöglich vorbereitet zu sein.