Es ist ein Thema, das in den vergangenen Wochen bundesweit für Diskussionen gesorgt hat: Im Internet sollen über Jahre pornografische Inhalte unter dem Namen von Schauspielerin Collien Fernandes verbreitet worden sein – ohne ihr Wissen. Der mutmaßliche Täter soll ihr eigener Ehemann gewesen sein, der dafür Fake-Accounts genutzt haben soll. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall hat viele Menschen aufgerüttelt – auch in Regensburg. Am Wochenende sind deshalb zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und digitale Gewalt zu setzen.
Rund 1.200 Menschen ziehen durch Regensburg
Laut Polizei beteiligten sich rund 1.200 Menschen an dem Demonstrationszug quer durch die Stadt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten deutlich, worum es ihnen geht: Schluss mit Gewalt gegen Frauen – im Alltag und im Netz.
Mit Plakaten und Sprechchören machten sie auf das Thema aufmerksam und forderten mehr Schutz vor Übergriffen, Beleidigungen und Missbrauch im Internet.
Klare Forderungen an Politik in Stadtrat und Bundestag
Die Demonstrierenden richteten ihre Forderungen nicht nur allgemein an die Gesellschaft, sondern auch konkret an die Politik – sowohl im Regensburger Stadtrat als auch im Bundestag.
Mit einem klar formulierten Maßnahmenkatalog wollen sie den Druck erhöhen. Ziel ist es, sexualisierte und digitale Gewalt konsequenter zu verfolgen und Betroffene besser zu schützen.