Der geplante Abbau von Arztstellen am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) sorgt weiter für Diskussionen. Der Marburger Bund Bayern hatte die Sparpläne bereits im Juni 2026 scharf kritisiert. Nun liegen die Ergebnisse einer Umfrage unter den Ärztinnen und Ärzten am UKR vor. Dabei geht es vor allem um die Arbeitsbelastung, befristete Verträge und berufliche Perspektiven.
Aufgrund der wirtschaftlichen Lage hatte das Universitätsklinikum Regensburg im Juni 2026 angekündigt, Arztstellen abzubauen. Damit sollen die medizinische Versorgung, Forschung und Lehre langfristig gesichert und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Klinikums erhalten werden.
Der Marburger Bund bezeichnete die Pläne als „Bankrotterklärung für den Wissenschaftsstandort Regensburg“. Die Ärztegewerkschaft befürchtet, dass der Stellenabbau sowohl die Patientenversorgung als auch die ärztliche Ausbildung gefährden könnte.
Um die Auswirkungen auf die Beschäftigten genauer zu untersuchen, befragte die Gewerkschaft die Ärztinnen und Ärzte am UKR zu ihrer Arbeitssituation.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die befristeten Arbeitsverträge am Universitätsklinikum Regensburg. Teilweise laufen diese nur über sechs oder zwölf Monate. Für die betroffenen Ärztinnen und Ärzte bedeutet das Unsicherheit bei der beruflichen und privaten Zukunftsplanung.
Aus Sicht des Marburger Bundes fehlen dadurch langfristige Perspektiven für die Beschäftigten.
Uniklinikum Regensburg bewertet Arbeitsbelastung anders
Das UKR sieht die Ergebnisse der Umfrage differenzierter. Zwar würden viele Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeitsbelastung als hoch empfinden. Vergleichbare Untersuchungen zeigten laut dem Klinikum allerdings, dass diese Situation nicht außergewöhnlich sei.
Wie die Zusammenarbeit zwischen dem Marburger Bund Bayern und dem Universitätsklinikum Regensburg künftig weitergeht, ist derzeit noch offen.