In Regensburg ist Wohnraum knapp. Bauanträge dauern lange, und die bisherige Quote für geförderten Wohnraum bremst viele Projekte aus. Doch das soll sich bald ändern: Zwei Beschlussvorlagen kommen in der kommenden Woche in den Stadtplanungsausschuss. Damit soll der sogenannte „Bauturbo“ gezündet und das Baulandmodell Regensburg überarbeitet werden.
Die Stadt gilt als lebens- und liebenswert, doch bei der Wohnungssuche stoßen viele an ihre Grenzen. Zwischen 2013 und 2024 wuchs die Bevölkerung jährlich um rund 1.900 Menschen – doch der Wohnungsbau konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten.
Die Stadt will deshalb „das Bundesgesetz in die Umsetzung bekommen“ und Verfahren beschleunigen. Ziel ist es, Bauanträge zügiger zu bearbeiten und neue Bauvorhaben zu ermöglichen, die bisher nicht genehmigungsfähig waren.
Zusätzlich will das Amt für Stadtplanung und Mobilität das Baulandmodell Regensburg anpassen. Bisher galt: Ab einer Geschossfläche von 2.500 Quadratmetern mussten 40 Prozent der Wohnfläche geförderter Wohnraum sein.
Doch inzwischen fehlen die Fördermittel von Bund und Ländern. Daher soll nun ein Ersatzmodell eingeführt werden, das auch ohne Fördergelder die Entstehung von bezahlbarem Wohnraum ermöglicht.
Beide Vorlagen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Mehr Wohnraum schaffen und schneller bauen. Der „Bauturbo“ und das überarbeitete Baulandmodell sollen die Grundlage dafür legen.
Der Stadtplanungsausschuss befasst sich am kommenden Dienstag mit den Plänen.