Behördengänge sind selten angenehm – aber in Regensburg immerhin einfach zugänglich. Denn sowohl das Alte Rathaus als auch das Neue Rathaus können Bürgerinnen und Bürger ohne Hürden betreten. Doch gerade diese Offenheit führt immer wieder zu Vorfällen mit Unbefugten, die im Inneren der Gebäude für Unruhe sorgen.
Die Frage, ob künftig ein Pförtnerdienst für mehr Sicherheit sorgen könnte, verneint die Stadt Regensburg aktuell. Wie ein Sprecher bestätigte, sei ein solcher Schritt derzeit nicht vorgesehen. Besonders im Alten Rathaus wären zudem bauliche Veränderungen nötig, um einen Pförtnerdienst sinnvoll umsetzen zu können.
Die Sicherheitslage in städtischen Einrichtungen wird laut Stadt regelmäßig neu bewertet. Ziel sei es, das richtige Maß zwischen einem offenen Rathaus und dem Sicherheitsbedürfnis der Mitarbeitenden zu finden – besonders in einer Zeit, in der die gesellschaftliche Hemmschwelle offenbar sinkt.
Ein erstes Beispiel für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gibt es bereits: Seit August ist im Jugendamt Regensburg ein Securitydienst im Einsatz. Die Stadt reagiert damit auf gestiegene Anforderungen und möchte auch in anderen Bereichen Maßnahmen prüfen, um sowohl die Zugänglichkeit als auch die Sicherheit zu gewährleisten.