Im September beginnt das neue Kindergartenjahr. Gleichzeitig steht eine umfassende Reform der Kita-Finanzierung bevor. Vor allem die geplanten Änderungen bei den Zuschüssen sorgen derzeit für Diskussionen. Die Stadt Regensburg hat nun über die vorgesehenen Neuerungen informiert.
Elternbeitragszuschuss soll wegfallen
Derzeit profitieren in Regensburg mehr als 4.000 Kinder vom Elternbeitragszuschuss in Höhe von 100 Euro pro Monat. Nach den Plänen des Freistaats soll dieser Zuschuss ab Januar 2027 entfallen. Stattdessen soll das Geld künftig direkt an die Kindertages-Einrichtungen fließen.
Stadt sieht Reform kritisch
Nach Angaben der Stadt Regensburg handelt es sich beim bisherigen Finanzierungssystem um ein stark defizitäres Modell – sowohl für die Kommunen als auch für die Träger der Einrichtungen.
Oberbürgermeister Thomas Burger betont, dass die geplanten Veränderungen bei der Finanzierung nicht zulasten der Eltern gehen dürften. Er appelliert deshalb an die Bayerische Staatsregierung, für eine bessere Finanzierung der Kinderbetreuung zu sorgen, damit sich die Umstellung nicht auf die Familien auswirkt.
Regensburg verweist auf soziale Unterstützung
Im bayernweiten Vergleich seien die Kita-Gebühren in Regensburg weiterhin akzeptabel. Die Stadt sei seit Jahren sozial sowie kinder- und familienfreundlich aufgestellt, so die Bildungsreferentin.
Eltern mit geringem Einkommen können auch künftig beim Amt für Jugend und Familie eine vollständige oder teilweise Übernahme der Betreuungskosten beantragen. Die Verantwortlichen in Regensburg hoffen nun auf eine Finanzierungslösung, die Kommunen, Träger und Familien gleichermaßen entlastet.