Am 8. März 2026 sind in Regensburg rund 116.000 Regensburgerinnen und Regensburger aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin sowie einen neuen Stadtrat zu wählen. Für die meisten kommt die Wahlbenachrichtigung automatisch per Post nach Hause. Doch was ist mit Menschen ohne festen Wohnsitz? Können sie ohne Adresse überhaupt wählen?
Wer keine eigene Wohnung hat, steht vor besonderen Hürden. Ohne feste Meldeadresse ist es nicht selbstverständlich, ins Wählerverzeichnis aufgenommen zu werden. Genau hier setzt der TagNachtHalt NOAH, eine Unterkunft für obdachlose Menschen der Caritas Regensburg, an.
Im Eingangsbereich der Einrichtung hängt ein auffälliges, bunt gestaltetes Plakat. Darauf sind die sozialpolitischen Positionen der OB-Kandidaten zusammengefasst. Erstellt wurde es von Pauline Jahn, die Soziale Arbeit studiert und derzeit ihr Fachpraktikum im TagNachtHalt absolviert. Initiiert wurde die Aktion von Barbora Pokorny.
Gerade für wohnungslose Menschen ist es nicht leicht, alle notwendigen Schritte zur Teilnahme an der Kommunalwahl zu erledigen. Im TagNachtHalt erhalten Interessierte deshalb gezielte Unterstützung. Dazu gehören Informationen rund um das Wahlrecht ebenso wie praktische Hilfe bei der Eintragung ins Wählerverzeichnis.
Dabei bietet gerade die Kommunalwahl die Möglichkeit, direkt vor Ort etwas zu verändern. Entscheidungen im Rathaus betreffen auch Themen wie Wohnen, soziale Hilfen oder Unterstützungseinrichtungen.
Im TagNachtHalt der Caritas Regensburg helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohnungslosen Menschen dabei, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Denn auch das gehört zur sozialen Teilhabe.