Immer mehr Menschen kehren den beiden großen Kirchen in Bayern den Rücken. Im vergangenen Jahr traten knapp 82.000 Menschen aus den katholischen Bistümern aus. Die evangelische Landeskirche verlor rund 42.000 Mitglieder. Die sinkenden Mitgliederzahlen wirken sich zunehmend auf die finanzielle Situation der Kirchen aus.
Das Bistum Regensburg rechnet für den Haushalt 2026 mit einer schwarzen Null. Einnahmen und Ausgaben liegen jeweils bei etwas mehr als 383 Millionen Euro.
Die wichtigste Einnahmequelle bleibt die Kirchensteuer. Sie soll rund 315,5 Millionen Euro einbringen. Auf der Ausgabenseite schlagen vor allem die Personalaufwendungen mit rund 138 Millionen Euro zu Buche.
Weniger positiv fällt die Finanzplanung in anderen bayerischen Diözesen aus. Das Bistum Passau erwartet laut dpa ein Defizit von 1,6 Millionen Euro. Auch die Bistümer Würzburg und Bamberg rechnen in diesem Jahr mit roten Zahlen.
Besonders hoch fällt das geplante Defizit im Erzbistum München und Freising aus. Die Erzdiözese plant mit Erträgen von 868 Millionen Euro. Dem stehen Aufwendungen von 927 Millionen Euro gegenüber. Damit ergibt sich ein geplantes Minus von 59 Millionen Euro.