Schockanrufe und andere Formen des Callcenter-Betrugs sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. Betrüger setzen ihre Opfer am Telefon gezielt unter Druck, um an Bargeld und Wertgegenstände zu kommen. Das Polizeipräsidium setzt bei der Prävention jetzt auf eine ungewöhnliche Form: Tipps gegen Telefonbetrug gibt es per Arztrezept.
Ein Anruf kann weitreichende Folgen haben. Beim Enkeltrick, bei Schockanrufen oder durch falsche Polizisten werden ahnungslose Menschen mit schlechten Nachrichten überrumpelt. Besonders häufig haben es die Telefonbetrüger auf ältere Menschen abgesehen.
Das Ziel ist dabei stets, Bargeld oder andere Wertgegenstände zu erbeuten. Obwohl die Maschen des Callcenter-Betrugs seit Jahren bekannt sind und immer wieder vor ihnen gewarnt wird, gelingt es den Tätern weiterhin, Menschen zu täuschen.
Die Betrüger setzen ihre Opfer am Telefon so stark unter Druck, dass diese teilweise ihre kompletten Ersparnisse an Abholer übergeben. Die Polizei versucht deshalb seit Jahren, mit Präventionskampagnen über die verschiedenen Betrugsmaschen aufzuklären.
Das Polizeipräsidium setzt dabei nun auf eine besondere Form der Prävention: Hinweise zum Schutz vor Callcenter-Betrug werden in Form eines Arztrezepts verteilt.
Neben den Tipps bleibt vor allem eines entscheidend: Wachsamkeit am Telefon. Die Hinweise der Polizei können bei verdächtigen Anrufen abgefragt werden und sollen dabei helfen, einen möglichen Betrugsversuch rechtzeitig zu erkennen. So gibt es einfache Mittel gegen Telefonbetrüger jetzt gewissermaßen auf Rezept.