Der Fall wiegt schwer: Seit dieser Woche steht ein ehemaliger Pfleger in Regensburg vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Schutzbefohlene misshandelt zu haben – also genau jene Menschen, die auf besondere Fürsorge angewiesen sind.
Vor dem Landgericht Regensburg muss sich der 51-Jährige wegen insgesamt fünf Fällen der Misshandlung Schutzbefohlener verantworten. In zwei dieser Fälle geht es zusätzlich um gefährliche Körperverletzung.
Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.
Laut Anklage soll der Mann zwischen 2016 und 2022 in einer Blindeneinrichtung tätig gewesen sein. Dort soll es bei mehreren Gelegenheiten zu Misshandlungen gekommen sein.
Der Anklageschrift zufolge konnten die betroffenen Menschen aufgrund ihrer Behinderung – die über eine reine Sehbeeinträchtigung hinausgeht – nicht sprechen.
Während eines Nachtdienstes soll der Pfleger einem 25-Jährigen den Oberarm gebrochen haben. Einem neunjährigen Kind soll er Blutergüsse am Hals zugefügt haben. Außerdem soll er einem jungen Mann beim Wickeln ein Stofftier in den Mund gestopft haben, weil dieser schrie.
Ein Urteil in dem Verfahren könnte im Juni fallen. Laut einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung könnte im Prozess auch eine Rolle spielen, ob zwei Zeuginnen die Wahrheit sagen.
Das Gericht muss nun klären, ob sich die Vorwürfe gegen den 51-Jährigen bestätigen.