Im Prozess um den Überfall auf eine Tankstelle in Hemau haben am Dienstag die Verteidiger mit ihren Plädoyers begonnen. Laut Medienberichten kritisierten sie dabei deutlich die Sichtweise der Staatsanwaltschaft.
Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Schlussvortrag auf versuchten Mord plädiert und für mehrere Angeklagte lange Haftstrafen gefordert. Die Verteidiger sehen das jedoch anders und stellten klar, dass die vorgelegten Beweise diesen schweren Vorwurf nicht stützen würden.
Für zwei junge Männer fordern die Anwälte Freisprüche sowie Haftentschädigung. Ein weiterer Angeklagter war zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährig. Bei ihm, so die Verteidigung, sei die bereits verbüßte Untersuchungshaft „erzieherisch ausreichend“ gewesen.