Wer alleinerziehend ist und studiert, kennt das Problem: Eine wichtige Vorlesung steht an, doch eine Kinderbetreuung ist nicht verfügbar. Genau in solchen Momenten setzt ein gemeinsames Projekt des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Regensburg und des Familien-Service der Uni Regensburg an. Das Projekt „Paten-Großeltern“ vermittelt Ehrenamtliche, die Kinder zeitweise betreuen und Familien entlasten.
Am Grieser Spitz in Regensburg toben Haizea und ihre Oma Monika ausgelassen miteinander. Die sonst eher schüchterne Vierjährige blüht sichtbar auf. Keine Spur von Zurückhaltung – stattdessen pure Lebensfreude.
Doch Monika Hüttche ist nicht ihre leibliche Großmutter. Haizeas echte Oma lebt tausende Kilometer entfernt in Mexiko. Monika Hüttche ist ihre Paten-Oma.
Gerade für Haizeas Mutter, Karen Lazaro, ist diese Unterstützung enorm wichtig. Die gebürtige Mexikanerin studiert derzeit gleich zwei Masterstudiengänge – Kriminologie und Romanistik – an der Uni Regensburg. Dort wurde sie auf das Projekt „Paten-Großeltern“ aufmerksam.
Das Projekt wurde bereits 2008 ins Leben gerufen. Es entstand in Zusammenarbeit des Katholischen Deutschen Frauenbundes der Diözese Regensburg und des Familien-Service der Universität Regensburg.
Ziel ist keine dauerhafte Rundum-Betreuung. Stattdessen geht es um punktuelle Unterstützung im Alltag – etwa während Vorlesungen, bei Terminen oder in besonders stressigen Phasen des Studiums.
Auch zwischen Monika Hüttche, Haizea und ihrer Mutter Karen hat es schnell gepasst. Aus der anfänglichen Unterstützung ist mehr geworden als ein reines Betreuungsverhältnis.
Das Projekt „Paten-Großeltern“ steht für Alltagshilfe, Verlässlichkeit und nicht zuletzt für Freundschaft zwischen den Generationen.
Wie gut dieses Konzept funktioniert, zeigt vor allem eines: die sichtbare Freude der kleinen Haizea beim gemeinsamen Spielen am Grieser Spitz in Regensburg.