Die Verbrechen des Nationalsozialismus wirken bis heute nach und prägen das Leben vieler Nachkommen der Opfer. In Regensburg wird deshalb seit Längerem nach einem zentralen Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialismus gesucht. Eine Initiative setzt sich dafür ein, am Dachauplatz einen solchen Ort zu errichten. Ihre Idee stellten die Beteiligten am Montag im Colosseum in Stadtamhof vor.
Die Forderungen der Initiative sind in einem offenen Brief zusammengefasst, der bereits von zahlreichen Menschen unterschrieben wurde. Nun wollen die Initiatoren weitere Unterstützer gewinnen. In rund einem Monat soll das Schreiben an die Stadtspitze Regensburgs übergeben werden.
Auf TVA-Anfrage erklärte die Stadt Regensburg, dass grundsätzlich ebenfalls Bedarf gesehen werde, das Areal rund um das Mahnmal am Dachauplatz aufzuwerten. Konkrete Pläne für eine Neugestaltung gebe es derzeit allerdings noch nicht.
Zunächst liege der Schwerpunkt auf einem zentralen Gedenk-, Erinnerungs- und Begegnungsort im Inneren eines Gebäudes. Die Räume sollen unter anderem von Schulklassen und Gruppen genutzt werden. Nach Angaben der Stadt wurden bereits mehrere geeignete Räumlichkeiten besichtigt, in denen ein solcher Ort entstehen könnte.