Im Marina Forum Regensburg haben sich am Dienstag drei Kandidaten für das Amt der Oberbürgermeisterin bzw. des Oberbürgermeisters den Fragen der Wirtschaft gestellt. Eingeladen hatte die vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft), der wissen wollte, wie CSU, SPD und Freie Wähler zu Themen wie Verkehr, Innenstadtbelebung und Wohnungsbau stehen.
Ein zentrales Thema war die Infrastruktur im Raum Regensburg. Besonders die gekürzten Mittel für die Sallerner Regenbrücke und den Ausbau der Nordgaustraße stießen auf Kritik. Viele Unternehmer sehen hier dringenden Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern.
Auch die Belebung der Innenstadt war ein wichtiger Punkt der Diskussion. Der Leerstand des Kaufhofgebäudes dominierte das Thema. Die Kandidaten waren sich weitgehend einig, dass die Stadt das Gebäude wohl zunächst selbst kaufen müsse, um eine sinnvolle Nachnutzung zu ermöglichen.
Beim Wohnungsbau gingen die Meinungen der Kandidaten auseinander. Die zentrale Frage: Wie kann die Stadt erreichen, dass Mieten stabil oder wieder bezahlbar werden? Der vbw hat hier klare Vorstellungen und fordert Rahmenbedingungen, die Investitionen in Wohnraum wieder attraktiver machen.
In der Diskussion spielte das sogenannte Baulandmodell eine große Rolle. Es verpflichtet Bauträger aktuell dazu, 40 Prozent geförderte Wohnungen zu errichten. Das Problem: Die staatlichen Fördertöpfe sind derzeit leer – und ohne Unterstützung des Freistaats drohen viele Projekte zu scheitern.
Für die kommende Legislaturperiode liegen die Hausaufgaben aus Sicht der Wirtschaft klar auf dem Tisch: bessere Infrastruktur, eine lebendige Innenstadt und ausreichend bezahlbarer Wohnraum.