Die Diskussion um die Nordspange in Regensburg geht in die nächste Runde. Während Befürworter das Verkehrsprojekt als dringend notwendig ansehen, halten Gegner die Planungen für überholt und zu teuer. Mit der Übergabe von 7.840 Unterschriften für einen Bürgerentscheid könnte nun die Bevölkerung über die Zukunft des Projekts mitentscheiden.
Die Bürgerinitiative „Mobilität neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“ hat am Dienstagnachmittag 7.840 Unterschriften an Regensburgs Oberbürgermeister Thomas Burger übergeben. Ziel der Initiative ist ein Bürgerentscheid über die geplante Nordspange. Die Unterschriften werden nun von der Stadt geprüft. Noch vor der Sommerpause soll eine entsprechende Vorlage im Stadtrat behandelt werden.
Zur Nordspange gehören der Ausbau der Nordgaustraße, der Neubau der Sallerner Regenbrücke sowie der Umbau des Lappersdorfer Kreisels. Das Projekt soll den Verkehr im Norden Regensburgs entlasten. Obwohl bereits seit 2024 Baurecht besteht, reißt die Kritik an dem Vorhaben nicht ab. Die Gegner sehen die Planungen als Relikt vergangener Jahrzehnte und bemängeln vor allem die hohen Kosten des Projekts.
Oberbürgermeister Thomas Burger spricht sich weiterhin klar für die Nordspange aus. Aus seiner Sicht handelt es sich um ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Stadt. Auch Bundestagsabgeordneter Peter Aumer und Lappersdorfs Bürgermeister Franz Rumstadt sehen in der Nordspange einen wichtigen Baustein für die Mobilität in der Region.
Die CSU kritisiert insbesondere die Informationspolitik der Bürgerinitiative. Nach Ansicht der Partei würden die Kosten des Projekts falsch dargestellt. Deshalb fordert sie eine sorgfältige Prüfung der eingereichten Unterschriften. Sollte die Stadt den Antrag auf einen Bürgerentscheid ablehnen, kündigt die Bürgerinitiative bereits jetzt an, ihren Widerstand fortzusetzen.
Wie es mit der Nordspange weitergeht, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Einig sind sich alle Beteiligten lediglich darin, dass die aktuelle Verkehrssituation verbessert werden muss. Ob dies mit oder ohne Nordspange geschieht, könnte am Ende die Bevölkerung von Regensburg selbst entscheiden.