Das Verfahren gegen den früheren Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs vor dem Landgericht München I verzögert sich offenbar weiter. Die ursprünglich für Herbst 2025 geplante neue Hauptverhandlung soll nun erst im Frühjahr 2026 stattfinden. Grund für die Verschiebung sind laut Gericht vordringliche Haftsachen, die eine Terminierung in diesem Jahr unmöglich machen.
Joachim Wolbergs, der bereits seit über neun Jahren mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen konfrontiert ist, äußert gegenüber der dpa sein Unverständnis über den Fortgang des Verfahrens: „Ich kämpfe seit zehn Jahren“, sagt der ehemalige Oberbürgermeister und fügt hinzu, er könne den Rechtsstaat immer weniger verstehen.
Auch Wolbergs‘ Verteidiger, der Münchner Anwalt Peter Witting, kritisiert die erneute Verschiebung scharf. Die Entscheidung, die Hauptverhandlung nicht wie geplant im September 2025 durchzuführen, sei für seinen Mandanten „schlicht unerträglich“ – insbesondere mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2026.