Die Metall- und Elektroindustrie in der Oberpfalz steckt weiterhin in einer schwierigen Phase. Das zeigt die aktuelle Winter-Konjunkturumfrage der Arbeitgeberverbände bayme vbm, die heute in Regensburg vorgestellt worden ist. Vor allem das Inlandsgeschäft enttäuscht viele Unternehmen, während sich das Ausland etwas stabiler zeigt.
Maschinenhallen, Produktionslinien und Fachkräfte prägen die Metall- und Elektroindustrie als Rückgrat der Wirtschaft in der Oberpfalz. Doch die Stimmung bleibt angespannt. Laut der Konjunkturumfrage lässt die wirtschaftliche Erholung weiter auf sich warten.
Nur knapp 19 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage positiv. Der Anteil der negativen Einschätzungen fällt deutlich höher aus. Besonders kritisch sehen die Betriebe die Entwicklung im Inland.
Während das Inlandsgeschäft schwächelt, zeigt sich die Nachfrage im Ausland stabiler. Für viele Unternehmen ist das ein deutliches Warnsignal für den Standort Deutschland. Die Ergebnisse der Winter-Konjunkturumfrage machen klar, dass die Probleme vor allem hausgemacht sind.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen halten viele Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in der Oberpfalz an ihren Produktionsplänen fest. Ein Großteil der Betriebe will zumindest das aktuelle Produktionsniveau sichern. Das zeigt Zurückhaltung, aber auch Verantwortung gegenüber Beschäftigten und Standort.
Die wirtschaftliche Lage wirkt sich auch auf die Tarifverhandlungen im Jahr 2026 aus. Sorgen bereiten den Unternehmen vor allem die steigenden Sozialabgaben. Diese erhöhen die Kosten zusätzlich und belasten die Wettbewerbsfähigkeit der Metall- und Elektroindustrie.
Die Arbeitgeberverbände bayme vbm richten klare Erwartungen an die neue Bundesregierung. Sie fordern schnelles Handeln, um den Industriestandort Deutschland und damit auch die Metall- und Elektroindustrie in der Oberpfalz zu sichern. Ohne eine starke Industrie steht auch der wirtschaftliche Erfolg der Region auf dem Spiel.