Do., 23.07.2026 , 14:37 Uhr

Regensburg: Lastenrad statt Kombi – verändert sich die Mobilität der Domstadt?

Regensburg gilt als fahrradfreundliche Kommune. Dennoch zeigt der Vergleich mit anderen Städten, dass beim Ausbau der Radinfrastruktur noch einiges zu tun ist. Gleichzeitig zeichnet sich ein klarer Trend ab: Immer mehr Menschen setzen im Alltag auf das Fahrrad – besonders in der Innenstadt, wo Staus, Baustellen und die Parkplatzsuche Autofahrer regelmäßig ausbremsen.

Baustellen erschweren den Autoverkehr

Wer nur kurz in die Regensburger Altstadt möchte, braucht mit dem Auto häufig Geduld. Baustellen wie aktuell Am Weinmarkt sorgen dafür, dass manche Straßen für Autos gar nicht passierbar sind. Für Radfahrer ist das Durchkommen dagegen oft deutlich einfacher. Gerade auf kurzen Strecken erweist sich das Fahrrad häufig als das schnellere und unkompliziertere Verkehrsmittel.

Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um

Dieses veränderte Mobilitätsverhalten beobachtet auch Fahrradhändler Ulrich Schmack, der seit fast 40 Jahren Fahrräder verkauft. Besonders die Nachfrage nach Lastenrädern ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Sie werden längst nicht mehr nur für Einkäufe genutzt – sogar komplette Umzüge seien damit bereits erledigt worden.

Leihfahrräder werden immer beliebter

Seit rund sechs Jahren gibt es in Regensburg zudem ein Fahrrad-Verleihsystem. Über eine App können Nutzer freie Räder finden und beispielsweise am Antoniushaus ausleihen.

Ergänzt wird das Angebot durch spezielle Systeme für Unternehmen und Wohnanlagen. Mit den Enterprise Donkeys stehen Firmen ihren Mitarbeitern exklusive Leihräder zur Verfügung. Für Wohnanlagen gibt es das gleiche Konzept unter dem Namen Domestic Donkeys. Das erfolgreiche Modell wird inzwischen sogar in Wien eingesetzt.

Infrastruktur muss mitwachsen

Steigende Verkaufszahlen bei Fahrrädern und Lastenrädern sowie immer mehr Nutzer des Verleihsystems zeigen, dass sich das Mobilitätsbewusstsein verändert. Damit dieser Trend weiter wachsen kann, braucht es jedoch auch den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur in Regensburg.

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