Regensburg bleibt ein gefragtes Ziel für Besucher aus aller Welt. 2024 hat die UNESCO-Welterbestadt mit mehr als 1,3 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord aufgestellt. Eine wichtige Rolle für Tourismus, Wirtschaft und Gastronomie spielen dabei auch die Flusskreuzfahrten. Aktuell liegt das erste Kreuzfahrtschiff der Saison an der Donaulände – ein wichtiges Signal für den Einzelhandel in der Altstadt.
Rund 732 Schiffe legen pro Jahr in Regensburg an. Für viele Geschäfte in der Altstadt ist das ein wichtiger Impuls, gerade weil die Monate von Januar bis März oft eine deutliche Schwächephase mit sich bringen.
Seit 20 Jahren bietet der Reisedienstleister ARS Incoming unter anderem Flusskreuzfahrten nach Regensburg an. Das Unternehmen organisiert nach eigenen Angaben rund 600 Anlandungen pro Jahr – mit steigender Tendenz.
Die meisten Kreuzfahrtgäste kommen aus den USA, dem Vereinigten Königreich, aus Australien oder Neuseeland. Heuer sind zum ersten Mal auch Gäste aus China dabei.
Jeder Gast gibt laut einer Studie der Universität Passau bei einem Landgang im Schnitt rund 30 Euro aus. Das Geld fließt vor allem in Essen, Trinken, Kleidung und Souvenirs. Bei rund 124.000 Gästen pro Jahr in Regensburg ergibt das fast vier Millionen Euro. Für den Tourismusstandort Regensburg ist das ein spürbarer wirtschaftlicher Beitrag.
Die großen Kreuzfahrtschiffe sorgen in Regensburg aber auch immer wieder für Diskussionen. Die Stadt hat sich selbst eine Obergrenze von 1500 Anlandungen pro Jahr gesetzt. Derzeit liegt die Zahl bei knapp der Hälfte.
Damit die Vorteile des Kreuzfahrttourismus in Regensburg weiter genutzt werden können, setzen die Beteiligten auf Zusammenarbeit. Künftig soll sich unter anderem die Besucherlenkung in der Altstadt oder die Toilettensituation weiter verbessern.