Das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus braucht Menschen, die die Geschichte weitertragen. Da die Zahl der Zeitzeugen immer weiter abnimmt, gewinnen Projekte wie die Stolpersteine zunehmend an Bedeutung. In Regensburg sorgt nun eine neue Kooperation dafür, dass dieses Gedenken lebendig bleibt.
Schüler kümmern sich um Stolpersteine
Fünf Stolpersteine am Platz der Einheit erinnern an die Familie Grünhut. Die Familienmitglieder wurden Opfer des Nationalsozialismus und unter anderem in Warschau und Piaski ermordet. Jetzt haben Sechstklässler der St. Wolfgang-Mittelschule den Erinnerungssteinen neuen Glanz verliehen.
Im Unterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend intensiv mit dem Schicksal der NS-Opfer auseinander. Dabei beschäftigten sie sich auch mit den bronzefarbenen Stolpersteinen, die in Regensburg an Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.
Kooperation für das Gedenken
Aus diesem Engagement ist eine Kooperation zwischen der St. Wolfgang-Mittelschule und der Stolpersteininitiative Regensburg entstanden. Die Vereinbarung wurde jetzt offiziell unterzeichnet.
Für Susanne Feichtmayer-Arnold, Sprecherin der Stolpersteininitiative Regensburg, ist es wichtig, dass sich auch junge Menschen mit der Vergangenheit auseinandersetzen und die Erinnerung an die Opfer bewahren.
Rund 300 Stolpersteine in Regensburg
In Regensburg erinnern rund 300 Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus. Durch die neue Zusammenarbeit soll sich die Schule künftig regelmäßig um die Pflege der Steine kümmern und so dazu beitragen, dass das Erinnern sichtbar bleibt.