Die sogenannten Vorranggebiete für Windräder in Bayern sind nun offiziell festgelegt. Kommunen im Freistaat sollen damit aktiv prüfen, wo künftig Windkraftanlagen entstehen können. In Regensburg lud die Energieagentur am Donnerstagabend zur Infoveranstaltung „Wind im Dialog“ ein – mit dem Ziel, den Austausch zwischen Bürgern und Kommunen zu stärken.
Wie Agenturleiter Ludwig Friedl erklärte, sei das Thema Windkraft vielerorts noch immer emotional aufgeladen. Viele Bürger hätten „Angst vor den großen Anlagen oder einfach viele Fragen zur Technik“.
Ein Beispiel für einen gelungenen Umgang mit dem Thema präsentierte Matthias Beer, Bürgermeister von Beratzhausen. Seine Kommune setzt bereits seit Jahren erfolgreich auf Windenergie. Beer betonte, er habe von Beginn an auf Transparenz und Bürgerbeteiligung gesetzt – und genau das habe sich ausgezahlt.
Friedl und sein Team zeigten auf, welches CO₂-Einsparpotenzial in der Windkraft steckt. Gleichzeitig wurde in der Diskussion deutlich, dass Solar- und Windenergie allein den Energiebedarf Deutschlands nicht vollständig decken werden. Dennoch könne der Ausbau der erneuerbaren Energien helfen, teure Energieimporte deutlich zu verringern.
Auch kleinere Gemeinden könnten laut den Experten profitieren – sowohl wirtschaftlich als auch durch mehr regionale Energieversorgung. Bürgermeister Beer rät seinen Amtskollegen, offen an das Thema heranzugehen und die Bürger frühzeitig einzubinden.