Seit gut zwei Jahren steht das AVIA-Hotel in der Frankenstraße in Regensburg leer. Jetzt gibt es konkrete Pläne für die Zukunft des Geländes. Dank des sogenannten Bauturbos sollen dort Wohnungen für knapp 200 Menschen entstehen. Der Planungsausschuss der Stadt Regensburg hat am Dienstag den Weg dafür freigemacht. Bereits im Sommer 2027 könnte der Neubau beginnen.
Das rund 70 Jahre alte AVIA-Hotel macht äußerlich noch immer einen gepflegten Eindruck. Auch im Inneren scheint das Gebäude gut erhalten zu sein. Dennoch wurde der Hotelbetrieb vor gut zwei Jahren eingestellt.
Grund dafür war der hohe Sanierungsbedarf. Das Gebäude hätte umfassend modernisiert und an aktuelle energetische und technische Standards angepasst werden müssen. Die Kosten dafür waren jedoch zu hoch.
Eigentlich wäre der geplante Wohnungsbau an der Frankenstraße nicht möglich gewesen. Für das Gelände gelten zwei Bebauungspläne, die eine gewerbliche Nutzung vorsehen.
Durch den sogenannten Bauturbo kann auf der bisherigen Gewerbefläche nun trotzdem Wohnraum entstehen. Der Planungsausschuss der Stadt Regensburg hat am Dienstag eine entsprechende Entscheidung getroffen.
Laut Thomas Rosenkranz verlief die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den beteiligten Behörden sehr gut. Alle Beteiligten hätten gemeinsam daran gearbeitet, die Umwandlung der Gewerbefläche in Wohnraum zu ermöglichen.
Bis die ersten Menschen auf dem ehemaligen Hotelgelände wohnen können, wird es noch einige Zeit dauern. Zunächst muss das bestehende AVIA-Hotel zurückgebaut werden.
Bereits im Sommer 2027 könnte anschließend der Neubau starten. Läuft alles nach Plan, könnten die ersten Bewohner im Sommer 2029 einziehen.
Vor dem Rückbau des ehemaligen Hotels steht noch einiges an Arbeit an. Dazu gehört auch der Umgang mit dem vorhandenen Inventar. Die Einrichtung des AVIA-Hotels soll nicht einfach verschrottet werden.
Mit dem Projekt an der Frankenstraße kommt der Bauturbo in Regensburg erstmals zum Einsatz. Nach der schnellen Entscheidung des Planungsausschusses sollen nun auch die weiteren Schritte zügig vorangehen, damit auf dem ehemaligen Hotelgelände neuer Wohnraum für knapp 200 Menschen entstehen kann.