Günther Kempf ist aus dem Regensburger Stadtbild kaum noch wegzudenken. Seit mehr als 30 Jahren begeistert der Künstler mit seinem eigenen, von Comics inspirierten Stil. Für seine aktuelle Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel hat er sich etwas Besonderes vorgenommen: Die weißen Wände werden selbst zu seiner Leinwand – und seine Kunst bleibt nicht für die Ewigkeit.
„Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“ – diesen Spruch hat Günther Kempf beim Wort genommen. In der Städtischen Galerie im Leeren Beutel hat er die weißen Wände mit seiner Kunst gestaltet.
Malen, Zeichnen und Skulpturen gehören zu seinem künstlerischen Schaffen. Für das Gesamtkunstwerk im Leeren Beutel hat Kempf knapp vier Tage gebraucht.
Das Besondere an der Ausstellung: Die Arbeiten von Günther Kempf bleiben nicht dauerhaft bestehen. Mit dem Ende der Präsentation verschwinden auch seine Bilder von den Wänden der Galerie.
Es gibt keine Leinwand, auf die die Arbeiten übertragen werden. Auch ein Museumsdepot oder eine Konservierung gibt es nicht. Wer das Kunstwerk sehen möchte, muss deshalb jetzt in den Leeren Beutel kommen.
Die Ausstellung von Günther Kempf ist noch bis zum 6. September in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel zu sehen. Danach ist das eigens für die Galerie entstandene Gesamtkunstwerk wieder weg.