Der Fund der Donaustadtmauer in Regensburg sorgt für Aufsehen – und für Verzögerungen auf der Baustelle Am Weinmarkt. Archäologische Untersuchungen zeigen: Das damalige Geländeniveau lag rund zwei Meter tiefer als heute. Die Mauer war zwischen 1320 und 1330 errichtet worden.
Für Historiker ist die Entdeckung ein bedeutender Hinweis auf die mittelalterliche Stadtentwicklung. Für Anwohner, Pendler und Besucher bedeutet sie vor allem eines: Geduld.
Historischer Fund in Regensburg
Aus dem Fund der Donaustadtmauer, die im 14. Jahrhundert errichtet wurde, lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die damalige Bebauung und das Geländeniveau ziehen. Die Experten gehen davon aus, dass das Areal früher deutlich tiefer lag als heute.
Die archäologischen Arbeiten wirken sich jedoch direkt auf den Zeitplan der Baustelle Am Weinmarkt aus. Eigentlich sollte die Straße bereits im Juni wieder für den Verkehr freigegeben werden. Durch den Fund verschiebt sich das Ende der Bauarbeiten nun weiter nach hinten.
Baustelle trifft Maidult-Verkehr
Seit gestern läuft in Regensburg außerdem wieder die Maidult. Für viele Besucher führt der gewohnte Weg vom Bahnhof durch die Altstadt und über die Steinerne Brücke zum Festgelände – normalerweise auch über den Bereich Am Weinmarkt.
Die Stadt hat als Alternative einen Weg mit Fußabdrücken auf dem Boden markiert. Dieser führt Besucher vom Bahnhof durch die Altstadt und über die Steinerne Brücke direkt zum Dultgelände.
Während sich Historiker über neue Erkenntnisse zur Stadtgeschichte freuen, müssen sich Verkehrsteilnehmer und Dultbesucher vorerst auf Umwege einstellen.