In Regensburg steuert die Oberbürgermeisterwahl auf eine Stichwahl zu. Der Wahlabend entwickelte sich zu einem echten Krimi – mit Jubel bei der CSU und der SPD, aber auch Enttäuschung bei anderen Parteien.
Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt Astrid Freudenstein auf 37,5 Prozent der Stimmen. Damit liegt die CSU-Kandidatin deutlich über ihrem Ergebnis aus dem Jahr 2020, verpasst jedoch die absolute Mehrheit.
Besonders spannend war das Rennen um den zweiten Platz. SPD-Kandidat Thomas Burger und Grünen-Kandidatin Helene Sigloch lieferten sich ein enges Duell. Am Ende entschieden 137 Stimmen über den Einzug in die Stichwahl.
Thomas Burger setzte sich knapp durch und tritt nun gegen Astrid Freudenstein an. Für beide beginnt damit eine weitere intensive Phase des Wahlkampfs, die zwei Wochen dauern wird.
Die Entscheidung darüber, wer neues Stadtoberhaupt von Regensburg wird, fällt am 22. März.
Weniger erfolgreich verlief der Wahlabend für Thomas Thurow, Kandidat der Brücke. Für ihn endete der OB-Wahlkampf ohne Einzug in die Stichwahl.
Auch bei kleineren Parteien lagen Freud und Leid dicht beieinander.
Im Anschluss an die OB-Wahl wurde auch die Stadtratswahl ausgezählt. Dabei zeigt sich ein teils deutlich verändertes Bild:
Die CSU bleibt mit 13 Sitzen stärkste Fraktion.
Freie Wähler, SPD und die Ribisl-Partei halten ihre Mandate.
Die Grünen verlieren zwei Sitze, ebenso die Brücke.
ÖDP und FDP büßen jeweils einen Sitz ein.
Die AfD kann ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und stellt künftig fünf Stadträte.
Die Linke und Volt ziehen neu in den Stadtrat ein.
CSB, BSW und Die PARTEI sind künftig nicht mehr vertreten.
Damit geht der Wahlkrimi in Regensburg in die zweite Runde – mit offenem Ausgang bei der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters.