Der rechtsextreme Anschlag von Hanau liegt mehr als sechs Jahre zurück. Am 19. Februar 2020 wurden neun Menschen aus rassistischen Motiven getötet. Einer von ihnen war Fatih Saraçoğlu, der lange Zeit in Regensburg lebte. Seine Familie setzt sich bis heute dafür ein, dass in seiner Heimatstadt dauerhaft an ihn erinnert wird.
Ein Schild mit besonderer Bedeutung
Mitten in Regensburg weist derzeit ein Straßenschild auf Fatih Saraçoğlu hin. Auf den ersten Blick wirkt das nicht ungewöhnlich. Die Geschichte dahinter bewegt jedoch viele Menschen.
Seine Schwägerin Derya Saraçoğlu erinnert daran, dass Fatih viele Jahre in Regensburg gelebt hatte, bevor er nach Hanau zog. Dort wurde er am 19. Februar 2020 bei dem rechtsextremen Anschlag erschossen.
Hanau ist auch in Regensburg präsent
Der Anschlag ereignete sich zwar rund 300 Kilometer von Regensburg entfernt, für die Familie und viele Menschen in der Stadt ist das Geschehen aber bis heute sehr nah.
Der Schwanenplatz trägt Fatihs Namen derzeit nur symbolisch. Die Aktion wurde vom Neuen Kunstverein Regensburg initiiert. Für die Familie ist das vor allem ein wichtiges Zeichen der Erinnerung.
Wunsch nach einem dauerhaften Erinnerungsort
Drei Monate lang trägt der Platz symbolisch den Namen von Fatih Saraçoğlu. In der kommenden Woche wird das Schild wieder entfernt.
Für die Angehörigen bleibt jedoch ein zentrales Anliegen bestehen: Sie wünschen sich einen festen Ort in Regensburg, der dauerhaft an Fatih Saraçoğlu erinnert und ein Zeichen gegen das Vergessen setzt.