Regensburg setzt erstmals den sogenannten Bauturbo ein. Der Stadtplanungsausschuss hat beschlossen, das neue Sonderbaurecht für den geplanten Umbau des ehemaligen AVIA-Hotels in der Frankenstraße anzuwenden. Dort soll ein Wohnquartier für knapp 200 Menschen entstehen. Eine Baugenehmigung liegt allerdings noch nicht vor.
In Regensburg wird dringend neuer Wohnraum benötigt. Ein Investor möchte deshalb das leerstehende AVIA-Hotel in der Frankenstraße in ein Wohnquartier umwandeln. Künftig könnten dort knapp 200 Menschen wohnen.
Das Besondere: Nach den bisherigen baurechtlichen Vorgaben wäre das Projekt eigentlich nicht genehmigungsfähig. Durch den Bauturbo bekommt das Vorhaben nun eine neue Chance.
Der Bauturbo der Bundesregierung soll den Wohnungsbau beschleunigen und den Behörden mehr Spielraum bei der Genehmigung neuer Projekte geben. Damit können unter bestimmten Voraussetzungen auch Bauvorhaben ermöglicht werden, die nicht den üblichen Bebauungsplänen oder einzelnen Vorgaben des Bauplanungsrechts entsprechen.
Im Februar wurde die Anwendung des Bauturbos auch in Regensburg beschlossen. Nun kommt das neue Instrument erstmals zum Einsatz.
Nach einer längeren Diskussion hat der Stadtplanungsausschuss Regensburg der Anwendung des Bauturbos für das ehemalige AVIA-Hotel zugestimmt. Gegen den Beschluss stimmten Einzelstadtrat Jakob Friedl sowie die Fraktion der Linken.
Damit ist der erste Bauturbo in Regensburg offiziell gezündet. Eine Baugenehmigung für den Umbau des ehemaligen Hotels ist die Entscheidung allerdings noch nicht.