Im Theater Regensburg laufen derzeit die Vorbereitungen für eine besondere Premiere: Mit der Operette „Polnische Hochzeit“ von Joseph Beer steht eine Regensburger Erstaufführung auf dem Spielplan. Die erste Gesamtprobe des Ensembles fand jetzt direkt auf der Bühne im Theater am Bismarckplatz statt – also unter originalen Bedingungen.
In Regensburg beginnt damit eine neue Phase der Inszenierung: Beim sogenannten „staging“ probt das Ensemble zum ersten Mal in der echten Bühnenkulisse. Die Operette stammt aus dem Jahr 1937 und war schon zur Uraufführung ein großer Erfolg für den damals noch jungen Komponisten Joseph Beer.
Für das Publikum in Regensburg ist die Aufführung auch deshalb spannend, weil es nach „Der Prinz von Schiras“ erst die zweite Begegnung mit einem Werk von Joseph Beer ist. Einen besonderen Zugang zur Geschichte schafft die Figur des Erzählers, die in dieser Inszenierung eine zentrale Rolle einnimmt.
Gabriel Kähler übernimmt die Rolle von Joseph Beer selbst und verkörpert damit den österreichisch-jüdischen Komponisten, der aufgrund seiner Herkunft und Zeitgeschichte ein bewegtes Leben führte. Diese biografische Ebene verleiht der Operette zusätzliche Tiefe und verbindet das Bühnengeschehen mit der historischen Realität des Komponisten.
Die Theatersendung mit einem ausführlichen Blick hinter die Kulissen läuft heute wieder im Anschluss an das TVA Journal.