Im BMW Group Werk Regensburg hat der symbolische Baubeginn für eine neue Wasserstoff-Infrastruktur stattgefunden. Auf dem Dach einer Werkshalle wurde die erste Edelstahlleitung des künftigen Versorgungsnetzes verlegt. Ab 2026 sollen im Werk wasserstoffbetriebene Routenzüge und Gabelstapler in der Produktionslogistik eingesetzt werden.
Das neue System umfasst ein sechs Kilometer langes Leitungsnetz mit mehreren dezentralen Tankstellen innerhalb der Produktion. Über diese wird Wasserstoff zu den Fahrzeugen geleitet, die Bauteile zwischen Presswerk, Karosseriebau und Montage transportieren. Der Probebetrieb soll im ersten Halbjahr 2026 starten, der Serienbetrieb mit rund 85 Fahrzeugen im zweiten Halbjahr. Bis 2031 ist die komplette Umstellung der Logistikflotte auf Wasserstoffantrieb geplant.
Die Umstellung auf Wasserstoff bringt deutliche Vorteile. Die Betankung der Fahrzeuge dauert nur wenige Minuten und macht das bisherige Batteriewechselsystem überflüssig. Das spart Zeit und reduziert den Personalaufwand. Durch den Wegfall der Batterieladestationen werden außerdem rund 800 Quadratmeter Werksfläche frei, die künftig anders genutzt werden können.
Mit der neuen Infrastruktur stärkt BMW den Standort Regensburg und setzt ein Zeichen für nachhaltige Produktion. Der Wasserstoff wird über spezielle Trailer angeliefert und trägt dazu bei, den Energieverbrauch im Werk nachhaltiger zu gestalten. Auch die Stadt Regensburg sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende und zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen.