Am Montag haben in Regensburg die ersten Arbeiten für das Verkehrsbauprojekt „Nordspange“ begonnen. Für den geplanten Ausbau der Nordgaustraße wurden Probebohrungen durchgeführt, um das Erdreich zu untersuchen. Diese Untersuchungen sollen voraussichtlich bis Anfang März andauern und wichtige Erkenntnisse für die geplanten Lärmschutzmaßnahmen liefern.
Ein weiterer Bestandteil der Nordspange ist der Neubau der Sallerner Regenbrücke. Diese soll künftig vierspurig verlaufen und den Verkehr im Norden der Stadt entlasten.
Gleichzeitig regt sich deutlicher Widerstand in der Bevölkerung. Zum Auftakt der Bohrungen rief die Grüne Jugend Regensburg gemeinsam mit Vertretern von ÖDP, Volt, Die Linke und den Grünen zu einer Mahnwache gegen das Projekt auf. Aus ihrer Sicht sei das Vorhaben nicht mehr zeitgemäß und habe langfristige Auswirkungen auf Stadt und Region. Zudem kritisieren die Gegner die hohen Kosten des Projekts.
Die Gegner der Sallerner Regenbrücke sammeln derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren, das den Bau stoppen soll. Von den 6.000 benötigten Unterschriften seien bereits rund 4.600 zusammengekommen – ein deutliches Zeichen, dass das Projekt in Regensburg weiter für Diskussionen sorgt.