Die Diskussion um Straßennamen in Regensburg beschäftigt die Stadt bereits seit mehreren Jahren. Im Mittelpunkt stehen Straßen, die nach Personen benannt sind, deren mögliche Verbindungen zum Nationalsozialismus untersucht werden. Mehr als 30 Dossiers wurden dazu bereits erstellt. Bei einer voraussichtlich einstelligen Zahl von Straßen könnte eine Umbenennung zur Debatte stehen.
Für die Bewertung der nach Personen benannten Straßen kommt ein Ampelsystem zum Einsatz. Untersucht wird dabei, ob und in welchem Umfang die jeweiligen Namensgeber eine NS-Belastung aufweisen. Inzwischen liegen mehr als 30 Dossiers zu Straßen in Regensburg vor. Bei einer voraussichtlich einstelligen Anzahl muss darüber nachgedacht werden, ob die bisherigen Namen bestehen bleiben können.
Zu den betroffenen Straßen gehören auch drei Straßen im Regensburger Westen: die Messerschmittstraße, die Heinkelstraße und die Dornierstraße. Alle drei sind nach Industriellen und Flugzeugbauern benannt.
Die Frage, wie Regensburg mit Straßen umgehen soll, deren Namensgeber eine NS-Belastung aufweisen, wird bereits seit mehreren Jahren diskutiert. Mit dem Gutachten und den einzelnen Dossiers ist die Aufarbeitung inzwischen einen großen Schritt weiter.
Eine schnelle Umbenennung ist dennoch nicht zu erwarten. Aktuell beschäftigt sich eine Historische Fachkommission aus Regensburg mit den Vorschlägen aus dem Gutachten.
Noch in diesem Jahr sollen die Ergebnisse dem Bildungsausschuss und anschließend dem Regensburger Stadtrat vorgelegt werden. Dort dürfte schließlich die Entscheidung fallen, ob unter anderem die Messerschmittstraße, Heinkelstraße und Dornierstraße ihre bisherigen Namen behalten oder künftig umbenannt werden.