Die Regensburger Maidult 2026 geht in die letzte Runde. Noch ein Wochenende lang wird in den Festzelten geschunkelt, gefeiert und Blasmusik gespielt. Doch mit der Dult kehrt auch ein bekanntes Problem zurück: Wildpinkler in der Altstadt.
Ein Regensburger Künstlerkollektiv hat sich diesem Thema nun mit einer ungewöhnlichen Aktion gewidmet und sorgt damit für Gesprächsstoff in der Stadt.
Kunstaktion in der Regensburger Innenstadt
Seit der vergangenen Nacht sind in der Regensburger Innenstadt mehrere lebensgroße Stencils zu sehen. Die Motive zeigen einen Mann in Tracht, der an eine Hauswand uriniert. Direkt daneben steht der Schriftzug: „Deutsches Kulturgut“.
Mit der Aktion wollen die Künstler auf ein Verhalten aufmerksam machen, das insbesondere während der Dult immer wieder zu beobachten ist. Viele Besucher würden offenbar lieber eine Hauswand als eine Toilette nutzen.
Ironischer Kommentar zur Dult-Zeit
In einer Pressemitteilung beschreibt das Kollektiv die Aktion als „ironischer Kommentar zur alljährlichen Verwandlung der Regensburger Altstadt in ein großflächiges Freiluftpissoir.“
Nach Angaben der Künstler richte sich die Aktion nicht gegen einzelne Personen. Stattdessen solle ein Verhalten thematisiert werden, das seit Jahren von vielen hingenommen werde.
Zwischen Schmunzeln und Nachdenken
Die Stencils sollen nach Angaben des Kollektivs sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregen. Gerade während der Regensburger Maidult werde das Thema Wildpinkeln regelmäßig diskutiert.
Mit den auffälligen Motiven und dem Kommentar „Deutsches Kulturgut“ wollen die Künstler den Blick auf ein Problem lenken, das viele Anwohner der Altstadt jedes Jahr aufs Neue beschäftigt.